Sicheres Radwegnetz statt Flickenteppich

Pressemitteilungen

Am Internationalen Tag der Familie bekräftigt der ADFC Bayern seine Forderung nach einem sicheren, komfortablen und durchgängigen Radwegnetz für Radfahrende jeden Alters.

Fahrradfahren in der Stadt. Hier: Rosenthaler Straße, Berlin-Mitte. Berlin, 13.10.2015

München, 14.05.2018 – Zu schmale Radfahr-Streifen und Bordstein-Radwege, die nicht selten im Nichts enden – gerade Kinder und Senior*innen werden in der bayerischen Radinfrastrukturplanung nicht mitgedacht. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch sagt: „Eine angemessene Radverkehrsinfrastruktur ist nur eine solche, auf der sich auch schwächere Verkehrsteilnehmer*innen nicht um ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben sorgen müssen. Fahrradfahren muss für die ganze Familie sicher und attraktiv sein, nicht nur für erwachsene, robuste und routinierte Radfahrende. Wir brauchen deshalb schnellstmöglich eine Fahrradinfrastruktur, die auch Kinder, ältere Menschen und generell Einsteiger*innen zum Radfahren einlädt.“ Radverkehrsanlagen müssten außerdem dem wachsenden Bedarf und der zunehmenden Produktvielfalt durch Pedelecs, Lastenräder und Fahrradanhänger angepasst werden.

Ohne verbindliche Vorgaben keine konsequente Radverkehrsförderung
Verbindliche Vorgaben für die Gestaltung von Radverkehrsanlagen gibt es bislang nicht. Jeder bayerischen Kommune bleibt selbst überlassen, ob und in welchem Umfang sie den Radverkehr fördert und ob und wie sie die Radinfrastruktur ausbaut und gestaltet. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich aus unterschiedlichsten Radverkehrsanlagen mit großen Lücken im Radwegenetz. Felsch: Damit Menschen jeden Alters sicher und komfortabel Rad fahren können, müssen einheitlich gültige Qualitätsstandards, Regelwerke und Design-Vorgaben geschaffen werden. Dafür braucht es dringend eine gesetzliche Grundlage.“

Ein Rad-Gesetz für Bayern
Mit der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ fordert der ADFC Bayern deshalb einen verbindlichen rechtlichen Rahmen für ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegnetz in ganz Bayern und für den Bau von Radschnellwegen. Weil Radschnellwegverbindungen oft kommunale Grenzen überschreiten, muss der Freistaat Bayern die Straßenbaulast, also die Verantwortung und Finanzierung für den Bau und Unterhalt der Radschnellwege, übernehmen. Der Freistaat soll außerdem die umweltfreundliche Mobilität besser fördern und Radschnellwegen insbesondere in urbanen Räumen Vorrang vor Autobahnen und Bundesfernstraßen einräumen.

Alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich.

 

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 26.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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