Kreistagsradtour vom 23.09.2012

Radtour nach Utopia

(von Norbert Berger)

Bereits vor den Sommerferien hatte der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, zusammen mit Walter Brilmayer, 1. Bgm. von Ebersberg, und Norbert Neugebauer als Vertreter des Landratsamts alle Kreisräte und Bürgermeister zu einer Radtour in den Südwesten des Landkreises eingeladen - und die Einladung verhallte nicht ungehört: Max Maier, radbegeisterter Kreisrat aus Emmering, war auf seinem Stahlross bereits warmgefahren, als die 40 km lange Tour am Sonntag, den 23. September, bei bestem Wetter in Grafing-Bahnhof startete. Max Maier und Norbert Neugebauer versorgten die ADFC-Aktiven mit Informationen zu aktuellen Projekten, umgekehrt gab's einige Geheimtipps zu schönen Routen und die Bewertung so mancher Wegesituation aus Radlersicht. Einig war man sich z. B. darin, dass im Rahmen der Sanierung der durch Nettelkofen führenden St 2089 die Radler auf keinen Fall zum Wechsel der Straßenseite gezwungen werden sollten. Da wären Unfälle geradezu vorprogrammiert, so Wolfgang Scholz vom ADFC. Wenn der Radlerverband bei Planungen rechtzeitig mit ins Boot geholt würde, könnte man sich darüberhinaus viel Geld sparen. Oft sind nämlich teure Lösungen nicht unbedingt die besten. Ein Paradebeispiel hierfür stellt der Radweg zwischen Schammach und Grafing-Bahnhof dar. Da auf ihm im Vergleich zur Straße wesentlich mehr Höhenmeter gemacht werden müssen, wird er von den Radlern sehr schlecht angenommen. Der zweimalige Straßenseitenwechsel bei Benutzung in Südrichtung tut sein Übriges. Schutzstreifen für Radfahrer auf beiden Seiten der Straße wären billiger und besser gewesen.

Über weite Strecken ging die gemeinsame Radeltour aber auf stillen Wegen bis Oberpframmern, wobei die Gemeinde Moosach viel Lob für den auf ihrer Flur verlaufenden Streckenabschnitt des Panoramawegs Isar-Inn erhielt. Trotz des heftigen Regens am Vortag war der geschotterte Waldweg bei Schattenhofen gut zu befahren. Hinter Oberpframmern ging's dann nach "Utopia", in anderen Worten: Norbert Berger, der stellvertretende Vorsitzende des ADFC, stellte den möglichen Verlauf einer Radroute von Egmating bis Glonn vor, die auch für die Pframmerner sehr attraktiv wäre und darüberhinaus für die Radler aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, sollte das fehlende Teilstück von gerade einmal einem Kilometer vor Neuorthofen dereinst einmal geschlossen werden. Für die Teilnehmer der Tour bedeutete der nun folgende Teil der Tour großenteils Neuland. Vor Kastenseeon war man allerdings auf die Straße gezwungen, da einst dorthin führende Waldwege längst aufgelassen wurden. Nach einem Zwischenstopp am Kastensee gelangte die Gruppe schließlich zur Finkenhöhe, wo ein traumhafter Ausblick über Glonn bis hin zu den Alpen für die anstrengende Wegstrecke belohnte. Die Abfahrt nach Steinhausen ließ dann erahnen, was Mountainbiker unter einem "Downhill" verstehen. Durch das romantische Mühltal erreichte man Glonn, testete den neuen Radweg nach Wetterling, bevor man wieder in den Wald musste, um abseits des Verkehrs nach Herrmannsdorf zu gelangen.

Bei der gemeinsamen Einkehr in einem gemütlichen Bauerncafé war man sich schließlich einig, dass die Tour eine rundum gelungene Sache war und im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden muss.

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